Der überwiegende Teil der Sprachtherapie
findet im so genannten therapieimmanenten Unterricht statt. Das bedeutet: in
allen Unterrichtsfächern erfolgt neben der Vermittlung der
Unterrichtsinhalte eine Sprachförderung. Sprache spielt immer
eine besondere Rolle im Unterricht - sogar, wenn eigentlich gerechnet
oder gemalt wird.
In der Praxis sieht das z.B. so aus:
Die Schüler lernen im Leselehrgang einen neuen Buchstaben.
Nun geht es nicht nur darum ihn lesen und schreiben zu können, sondern
auch darum ihn genau zu hören und möglichst richtig auszusprechen. Ein
"m" beispielsweise kann nur mit geschlossenen Lippen richtig
gesprochen werden. Übungen, die die Muskeln in den Lippen stärken,
können daher in den Unterricht einfließen.
Unter Umständen erhalten Schüler auch additive Therapie. Hier findet
unabhängig vom Unterrichtsthema eine individuelle Förderung einzelner Kinder
oder Kleingruppen statt.
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