Klassenfahrt ins Mittelalterdorf Bokenrode

04.07.2025

Bericht der Klasse 3/4

25.06.2025

Wir kamen alle mit unseren Taschen und Koffern in die Schule und stellten die Sachen im Eingangsbereich ab. Während des Wartens spielten wir Airhockye und Kicker. Anschließend gingen wir in die Klassen und warteten auf den Bus. Als er kam, haben ein paar Kinder, die Koffer einzuladen. Anschließend fuhren wir los. Nach ungefähr einer Stunde waren wir in Fürstenberg, wo das Mittelalterdorf Bokenrode ist.

Im Eingangsbereich des Hauses begrüßte uns Stelli, der Leiter des Bildungshauses. Er war supersuper sehr streng und machte uns ängstlich. Er erklärte dabei die Regeln (was wir dürfen und was nicht) und die Gefahren und sagte immer: „sonst Schmerzen, große Schmerzen“. Brach jemand die Regeln, bekam er etwas zu tun z. B. fegen. Das ist Henry am 2. Tag passiert.

Anschließend führte er uns durch das Dorf. Dort gab es einen Sitzkreis aus Holzbänken – einen Versammlungskreis. Auf einer Bühne stand ein Pranger. Frau Botta musste als Erste den Kopf und die Hände in den Pranger stecken, dann durften wir das auch. Früher kamen Menschen an den Pranger, die z. B. das Brot zu leicht gebacken oder schlechtes Gemüse verkauft hatten. Wenn sie am Pranger standen, wurden sie manchmal mit faulem Gemüse wie Tomaten abgeworfen. Andere haben den Menschen am Pranger nachts heimlich etwas zu Essen gebracht. Nun gingen wir in ein mittelalterliches Haus, wo die Menschen mit ihren Tieren lebten. Dort gab es auch eine Wanne, in der Blut aufgefangen wurde, wenn die Tiere geschlachtet wurden. Daraus wurde dann Blutwurst gemacht.

Außerdem hingen an der Wand Felle. Manche haben zu einem Fell Kaninchenfell, Maus, Tiger, Bär, Eichhörnchen, Wildschwein gesagt. Das erzählte Stelli. Er sagte, wenn wir es raten wollen, ist es o.k., aber wenn jemand falsch rät, muss er Stelli Gummibärchen geben. Zwei Kinder sagten es falsch und einer verpetzte ein Kind. Sie mussten zahlen – haben es aber nicht. Ein Kind riet richtig: es war ein Reh. Man erkannte es an den Ohren, die nicht flauschig, sondern hart waren – es waren abgebrochene Hörner.

Danach waren wir in einem anderen Haus. Hier gab es etwas, womit man Wolle kardieren konnte (kämmen). Außerdem gab es verschiedene Butterfässer. Besonders Schmetterlinge liebten Schmette (Sahne), woraus die Butter gemacht wurde. Das Insekt, das diese Sahne besonders liebt, ist der Schmetterling. In Englisch heißt der Schmetterling butterfly (Butterfliege auf Deutsch).

Als wir über eine Brücke gingen. Gab es dort das Spiel, das wir auch in der Schule haben: ein Wurfspiel, bei dem man an einem Band befestigte Holzstäbe über Stangen wirft. Außerdem gab es eine Strohhütte, wo wir uns mit Stroh bewerfen durften. Das war witzig.

Nach der Führung durften wir herumlaufen bis Stelli in das Horn blies. Wenn er das machte, mussten wir sofort zu ihm kommen.

Jetzt waren die Zimmer fertig und wir konnten die Betten beziehen. Danach durften wir spielen z. B. Kicker, Tischtennis oder auf den Zimmern.

Um 12.30 Uhr gab es das Mittagessen: Salat und Nudeln mit Tomatensoße oder Gemüsebolognese oder Ketchup und als Nachtisch Apfelmus. Aus der anderen Schule hat jemand beim Essen Klavier gespielt.

Um 13,45 Uhr trafen wir uns wieder mit Stelli und den anderen in einem der Häuser. Dort erzählten sie, was wir machen konnten. Das machten wir dann an diesem oder ein paar Sachen auch am nächsten Tag.

Lederbeutel herstellen

Am 25.06.2025 haben wir Lederbeutel gemacht. Zuerst haben wir ein Stück Leder bekommen. Dann haben wir auf ein Lederstück mit einem Filsstift und einer Holzschablone einen Kreis gemalt. Danach haben wir eine Lederschere bekommen und den Kreis ausgeschnitten. Anschließend haben wir ein Lederband bekommen, aber bevor wir es durch die Löcher ziehen konnten, mussten wir eine Lochzange benutzen um die Löcher ins Leder zu lochen. Nun konnten wir ein Spiel auf das Leder malen. Es hatte die Form von einem Glückshaus. Jetzt machten wir einen Knoten in das Lederband. Dadurch konnten wir das Band zuziehen und aus dem Lederkreis wurde ein Lederbeutel.

Jetzt sind wir zu Frau Mertens gegangen und haben zwei Würfel bekommen. Mit einem Brennpeter haben wir die Augen auf die Würfel gebrannt. Als wir damit fertig waren, konnten wir noch ein Seil machen, mit dem wir den Beutel am Zeug festmachen konnten. (Luke, Felix)

Seil drehen

Wir waren abwechselnd immer mit drei Kindern beim Seiler. Einer bekam das „Schweinchen“, zwei andere drehten das Seil. Derjenige mit dem Schweinchen musste das Seil halten und dagegen drücken, damit sich das Seil richtig drehte und nicht verknotete. Fabian machte es am Anfang mit zu viel Kraft. Da ging es schwerer. Derjenige an der Kurbel musste so lange drehen bis das Schweinchen das Ende des Seiles erreicht hatte. Dann musste derjenige, der an der „Viereckkurbel“ war, das Seil abschneiden und der Seilmacher verknotete es.

Wir machten auch ein Klassenseil. Es gab viele sehr lange Schnüre, die in der Maschine festgemacht wurden.  Nun mussten wir uns in zwei Reihen rechts und links vom Seil stellen und das Seil mit dem Finger auseinanderhalten. Wenn später das Schweinchen kam, mussten wir loslassen, denn sonst kippte es uns um. Frau Bier stand an der Kurbel und drehte. Sie wurde von Frau Mertens abgelöst. Das Schweinchen ging immer weiter bis zum Ende. Nun musste das Seil geflochten werden, damit die Enden nie wieder losgingen. Nun machte er an die Enden eine Schlinge und das Seil wurde noch entwirrt. Es ist sehr dick geworden. Jetzt können wir damit spielen: balancieren oder Seilspringen mit vielen Kindern. (Alisa, Jonas, Melina K.)

Töpfern

Am 25.6.25 waren wir im Mittelalterdorf und haben dort mit Ton getöpfert und daraus viele tolle Sachen gemacht. Zuerst mussten wir den Ton schlagen, damit die Luft herausging. Dann konnten wir ihn formen. Wir hatten Werkzeug zum Erstellen der Sachen, damit wir gut arbeiten konnten. Mit einem Werkzeug konnten wir z. B. Rillen machen. Wir haben unsere Sachen immer wieder mit Wasser glatt gemacht. Wir haben viel Spaß dabei gehabt. Als sie fertig waren, kamen sie mit unseren Namen auf eine Pappe. Danach wuschen wir uns die Hände. Wir hatten schon saubere Hände, als Stellis Hornblasen kam. Schnell liefen wir zu ihm. Er sagte, dass wir langsam rein müssten, weil es Mittagsessen gab. (Vincent, Jason)

Spiel und Spaß im Haus und Dorf

Wir durften draußen in einer Strohscheune spielen. Dort haben wir uns gegenseitig mit Stroh abgeworfen. Das war richtig witzig. Zum Schluss mussten wir uns immer saubermachen und fegen.

Auf einem Wagen war ein großer Spieltisch, wo auch ein Sonnenschirm stand. Dort gab es ein Mühlespiel, Dame und Schach.

Drinnen gab es einen Kicker und eine Tischtennisplatte. Dort haben wir auch viel gespielt.

Einige Kinder haben ganz oft das Spiel Drecksau gespielt. Da musste man immer drei Schweine dreckig machen. (Emily)

26.06.2025

Schmieden

Zum Schmieden wurden am ersten und zweiten Tag immer zwei Kinder ausgesucht. Der Schmied erklärte uns, was wir machen sollten. Er wollte, dass wir kurz mit dem Hammer auf den Amboss schlagen, um zu testen, wie wir gerade schlagen konnten. Einer von uns musste die Kurbel drehen, damit Sauerstoff in die Glut kam und Feuer entstand. Das mussten wir beobachten, damit es nicht zu hoch wurde. Dann ist es zu heiß. Dann mussten wir kurz stoppen. Danach legte er eine Metallstange in die Glut und wartete bis sie rot glühte. Nun legte er sie auf den Amboss und schlug mit dem Hammer darauf, damit sie sich bog. Danach durften wir sie selbst weiter rund schlagen. Zwischendurch legte er das Metall wieder in die Glut. Mit dem Hammer schlugen wir das Hufeisen platt. Jetzt mussten wir es mit dem Hammer festhalten und der Schmied brach das Hufeisen vom Rest der Stange ab. Danach schlugen wir kleine Löcher in das Hufeisen. Am Schluss mussten wir die Zange nehmen und das Hufeisen dreimal in einen Eimer mit Wasser tauchen. Nun war das Hufeisen fertig. Das war richtig „geil“, anstrengend. Es machte richtig viel Spaß. Wir waren echt mutig, so etwas Schweres zu machen. (Alwin, Tim, Jerry)

Zinngießen

Am zweiten Tag von Klassenfahrt nach Fürstenberg eröffnete das Zinngießen. Und ihr denkt: „Was ist Zinn?“ Zinn ist ein Metall, das schmilzt um ungefähr 300° Celsius oder über 570° Fahrenheit. Stelli sagte uns: ‚,Wenn es fällt und das Zinn kommt auf deine Kleider oder Haut, bekommst du „Schmerzen, große Schmerzen“. An der Station mussten wir uns auf eine lange Bank setzen und ganz lange warten. Immer einer von uns konnte sich zu Meister Reinhard setzen und einen Buchstaben aussuchen. Anschließend gossen wir zusammen mit dem Meister das heiße, flüssige Zinn in die Form gießen. Da es schnell fest wurde, machte er es schnell aus der Form heraus. Dann mussten wir warten bis es abgekühlt war. Der Meister brach noch die Spitze ab und warf das Zinn zurück in die Schale, die im Feuer stand. Das Zinn wurde ganz schnell wieder flüssig. Nun mussten wir die Spitze feilen, damit sie glatt wurde und man sich nicht schnitt. Jetzt befestigte der Meister einen Ring für die Kette an dem Anhänger. Zum Schluss konnten wir uns ein Lederband als Kette holen. (Michael, Melina O., Milena)

Falkner

Am Nachmittag kam auch ein Falkner. Er brachte Falken, Eulen und Uhus mit. Am Anfang erklärte er uns viel über die Tiere. Wir Kinder konnten eine Eule auf dem Arm halten. Dazu mussten wir Falknerhandschuhe anziehen. Als alle dran waren, ließ der Falkner einen Falken fliegen. Immer, wenn er zurückkam, bekam er ein Küken zu fressen. Das Fliegen war gut. (Emily)

Bogen schießen

Am Donnerstag durften wir im Mittelalterdorf mit dem Bogen schießen. Ein Mann hatte drei Pfeile zum Schießen. Er erklärte uns wie man schießt und wie man den Bogen hält und spannt. Den Pfeil legte man an die Sehne und zog ihn mit dem Zeigefinger, Mittel- und Ringfinger nach hinten bis zum Ohr. Mit der anderen Hand hielt man den Bogen. Dann musste man auf die Scheibe zielen und den Pfeil loslassen. Der Mann hat uns geholfen. Immer, wenn jemand das Ziel traf, klatschten wir. Es war richtig cool. (Brian, Halil)

Feuermachen und Abschluss

Wir gingen gegen Abend zu einem der Häuser. Dort trafen wir uns mit Stelli. Er fragte, wie man Feuer ohne Reibung machen konnte. Nur ein Kind hatte es richtig: Wenn man das Sonnenlicht durch eine Lupe oder etwas Ähnliches auf ein Brennbares Material scheinen lässt. Alle anderen Methoden haben mit Reibung zu tun: Blitz, Feuerzeug, Feuerstein …

Dann durften die Klassensprecher nach vorne kommen und Holz zu einem „Zelt“ stapeln. Anschließend wurde das Feuer angemacht. Danach konnte jeder ein Stück Holz dazulegen und sagen, was am besten gefallen hat. Als alle fertig waren, war Stelli dran. Er meinte, er findet es doof, dass wir nur so kurz da waren. Als Stelli fertig war, durften die Kinder in ein anderes Haus gehen und Würstchen mit Salat und Brot essen. Die Lehrerinnen mussten dableiben als wenn sie nachsitzen mussten. (Felix, Luke)

An der Klassenfahrt gefiel uns:

Es war richtig cool, dass wir schmieden konnten. Eigentlich fand ich alles gut.

Das Bogenschießen fand ich besonders gut.

Ich fand gut, dass die andere Klasse mit uns gespielt hat.

Das Mädchenzimmer war gut.

Mir hat das Töpfern gefallen.

 

Bericht der Klasse 4:

Wir waren am 25.06 2025 bis zum 27.06.2025 in Bokenrode im Mittelalterdorf. Wir waren in einer Jugendherberge. Wir hatten Zimmern und mussten unsere Betten beziehen. Die Zimmer waren groß mit einer Dusche, 5 Betten und einem Waschbecken. Die Betten waren leicht zu beziehen. Stelli war der Aufpasser. Er war zuerst sehr streng, danach war er witzig und nett. Er hatte einen langen Bart. Stelli trug einen Wikingergürtel mit einer Schnalle. Sie sah aus wie ein Schild. Der Gürtel war braun und golden. Er hatte auch 2 Messer an seinem Gürtel, ein großes und ein kleines. Stelli hatte ein grün-orangenes T-Shirt. Es gab eine andere Klasse, die war sehr nett. Die Klasse hatte nur 11 Kinder. Wir haben uns gut verstanden. (Timo und Jason)

Wir haben jeden Abend eine Gutenachtgeschichte vorgelesen bekommen. Bei der Klassenfahrt wurde mir nach Jahren wieder eine Gutenachtgeschichte vorgelesen. Es gab mehrere Kissenschlachten. Danach ging es ins Bett. Finley schlief in der oberen Etage vom Hochbett und Henny hat unter Finley geschlafen. Henny konnte theoretisch Finley wecken, aber das Wecken habe ich gemacht, indem ich Finley mit meinem Kissen geschlagen habe. Leider ging die Klassenfahrt nur drei Tage. (Leo) 

Alle haben Lederbeutel hergestellt und dazu kleine Spielwürfel. Wir haben getöpfert, unter anderem kleine Monster, Schüsseln, Becher und Skulpturen. Fast am Ende haben wir mit Pfeil und Bogen geschossen. Wir haben kleine Anhänger aus Zinn gegossen. (Janek)

Wir haben ein Seil gedreht. Wir brauchten dafür Bänder, eine Drehmaschine und ein „Schweinchen“. Zuerst haben wir die Seile an den Haken gebunden. Dann haben wir die Drehmaschine gedreht. Zum Schluss hatten wir ein Seil. (Maxim)

Wir haben ein Hufeisen geschmiedet. Dazu benötigt man einen Hammer und einen Amboss und eine Zange. Zuerst legst du eine Eisenstange ins Feuer. Das Feuer braucht Luft. Mit einer Handkurbel fächerst du die Luft zu. Nun ist das Eisen weich und du kannst es behandeln. Du klopfst mit dem Hammer auf das Eisen, bis es zu einem Hufeisen geformt ist. (Sam)

 

Frau Botta war in einem Pranger eingesperrt. Wir haben gerufen „Lass sie raus!“ Wir haben ein schönes Feuer gemacht.  Die Lehrer haben nachgesessen.  Wir haben gegrillt. Henry musste das Backhaus fegen, weil er zu Stelli frech war. (Henry)

Überall im Mittelalterdorf hingen Tierfälle und ausgestopfte Tiere. Das war ein bisschen gruselig. Gemeinsam haben wir Seile hergestellt, auch ein Klassenseil.  Draußen haben wir Hufeisen hergestellt, es war für manche Kinder anstrengend und sehr heiß.

Am zweiten Tag hat uns ein Falkner besucht.

Wir haben verschiedene Vögel gesehen zum Beispiel eine afrikanische Eule, einen Bussard und einen Uhu.

Wir durften Strohschlacht machen. Finja hatte überall Stroh in ihren Haaren, weil Jungs und Mädchen sie abgeworfen haben. (Finja und Lisa) Das Essen war lecker. Es gab zum Beispiel Schnitzel, Kartoffel und Soße. Das Frühstück war auch schön. Da war auch ein Klavier und Djulijano hat drauf gespielt. Wir mussten auch die Tische aufräumen und putzen. (Pascal und Finley)

 

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