Mein Körper gehört mir

06.07.2026

Wir waren in der Grundschule und da haben wir jeden Montag das Projekt „Mein Körper gehört mir“ gemacht.                                                                                         Wir haben mit anderen über sexuelle Angriffe und Belästigung geredet. Anja und Nino spielten dazu Theaterstücke vor und erklärten uns alles. (Alisa)

Am 22.06. sind wir das erste Mal zur Grundschule gegangen. Im ersten Stück haben sich ein Mädchen und ein Junge getroffen. Das Mädchen hatte eine Rolle und sagte, wenn man die Rolle ganze Zeit (100-mal) über den Rücken rollt, dann wird dein Rücken warm. Der Junge sagte: „Versuch es bei meinem Rücken.“ Das Mädchen sagte okay und machte es. Dabei rollte sie aber zu fest und zu schnell. Der Junge hatte ein Nein-Gefühl. Er sagte: „STOPP!“ Das Mädchen hat sich erschrocken und fragte: „Was ist los?“ Der Junge antwortete: „Du hast zu schnell gemacht.“ Das Mädchen sagte: „Sorry, ich mach langsam.“ Danach hatte der Junge ein Ja-Gefühl.

Die zweite Geschichte war im Bus. Ein Mädchen fuhr mit dem Bus zur Schule. Neben sie setzte sich ein älterer Junge. Er legte seinen Arm um die Rückenlehne ihres Sitzes. Vorher sah er sich um, ob dies auch niemand sah. Das Mädchen dachte, es sei aus Versehen passiert, aber hatte ein „Nein-Gefühl“. Trotzdem sagte sie nichts. In der Wiederholung rief das Mädchen laut „nein!“ Der Junge setzte sich schnell weg. Es ist gut, nein zu sagen, wenn man ein Nein-Gefühl hat.

Ein älterer Nachbar schenkte einem Jungen einen Tennisschläger. Der Junge wollte einen Trick lernen wie man einen guten Aufschlag macht. Der Nachbar zeigte dies. Dabei fasste er dem Jungen an den Po. Der Junge hatte ein Nein-Gefühl und gab den Tennisschläger zurück. Danach ging er zu seiner Mutter und erzählte er alles. Sie wollte mit dem Nachbarn reden und fand es gut, dass der Junge sich Hilfe geholt hat. Dann wollte sie mit dem Jungen ein Eis essen gehen. Der Junge wollte drei Vanille, drei Schoko, drei Erdbeerkugeln.

Beim zweiten Treffen am 29.06. spielten sie ein Stück, wo Kinder auf dem Schulhof Ball spielen. Dann traf der Ball ein Auto. Das Mädchen holte ihn zurück. Der Mann im Auto rief das Mädchen. Sie dachte, es gibt Ärger. Als sie näherkam, zeigte der Mann seinen Penis. Das Mädchen lief weg und holte sich beim Hausmeister Hilfe. Der rief die Eltern an und zusammen gingen sie zur Polizei.

Im nächsten Stück war ein Mädchen, das mit einem Jungen chattete. Der hieß Reto und hatte einen süßen Hund. Sie verabredeten sich nach der Schule im Park. Aber dann merkte sie, dass es kein Junge war, sondern ein 32jähriger Mann und einen Hund hatte er auch nicht. Da endete das Stück.

Im nächsten Stück spielte ein Mädchen draußen. Ein neuer Nachbar kam vorbei und fragte, ob es mitkommen und mit seinen Kindern spielen wolle. Da hat sich das Mädchen die drei wichtigen Fragen gestellt: Habe ich ein Ja oder Nein-Gefühl? Weiß jemand, wo ich bin? Bekomme ich Hilfe, wenn ich Hilfe brauche? Weil sie nicht alle Fragen mit ja beantworten konnte, sagte sie nein zum Nachbarn und ging zum Vater. Der Nachbar lud den jetzt auch ein, mitzukommen und mit ihm Tee zu schlürfen. Der Vater sagte ja und ging ebenfalls mit.

Beim letzten Mal erzählten sich im ersten Stück zwei Kinder, dass ein Gruppenleiter Nacktfotos von ihnen gemacht hat. Die Kinder riefen erst die Nummer gegen Kummer (116111) an, erzählten es dann den Eltern und gemeinsam gingen sie zur Polizei.

Im nächsten Stück wurde ein Junge vom Bruder missbraucht. Er erzählte es der Mutter, aber sie glaubte ihm nicht. Danach erzählte er es dem Fußballtrainer, aber auch der glaubte es nicht. Auch der Vater eines Freundes glaubte ihm nicht. Zum Schluss erzählte er alles seiner Lehrerin. Sie glaubte ihm und wollte ihm helfen.

Für mich war es spannend, das alles zu sehen und zu hören. (Halil)

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